Qualitätsmanagement


Qualitätsmanagement

Die BBS 1 Goslar – Am Stadtgarten – ist mit dem Qualitätsmanagementsystem lange vertraut und hat es auf vielerlei Weise in die schulische Organisation verankert. Da wir die zur Verfügung stehende Unterstützung nutzen wollten, u.a. um eine Rückmeldung über die Qualität unser schulischen Entwicklungsprozesse zu erhalten, haben wir die externe Evaluation zu einer Dienstbesprechung in die Pausenhalle eingeladen. Wir freuen uns sehr, dass sie dieser Einladung gefolgt sind!

Am 05. März 2015 stellten Mitglieder der Abteilung 2: Evaluation und Schulinspektion des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) das Kernaufgabenmodell nicht nur auf einer Dienstbesprechung vor, sondern standen als ihre Begründer und Weiterentwickler den Kolleginnen und Kollegen als Experten für Fragen und Anmerkungen zur Verfügung. In einer ersten, kurzen Gruppenarbeitsphase konnten die Lehrkräfte wesentliche Aufgaben, die in der Schule zur Sicherung und Entwicklung der weiteren Schul- insbesondere Unterrichtsqualität bedeutend sind, herausfiltern und in den kontinuierlichen schulischen Qualitätsentwicklungsprozess einbringen.

Wir danken für diese kompetente und hilfreiche Dienstleistung!

Wir werden an dieser Stelle zur weiteren, hier angeregten Gestaltung der schulischen Qualitätsentwicklungsprozesse berichten!
In Niedersachsen sind alle öffentlichen berufsbildenden Schulen verpflichtet, ein schulisches Qualitätsmanagementsystem zu betreiben, das sich am EFQM (European Foundation for Quality Management)-Verfahren orientiert.

Das Qualitätsmanagement der berufsbildenden Schulen in Niedersachsen …

  • orientiert sich an den strategischen Zielen der Schulentwicklung.
  • identifiziert und priorisiert die relevanten Verbesserungsbereiche nach Art und Umfang im Rahmen zyklischer Selbstbewertungsprozesse.
  • strukturiert und verbessert die relevanten schulischen Prozesse (z. B. Unterrichts- und unterrichtsnahe Prozesse) und errichtet funktionsfähige und stabile Qualitätsregelkreise (RADAR-Logik).
  • überprüft die Prozesse mithilfe von Ergebniskriterien (Kennzahlen).

Im Jahr 2011 wurde mit dem Kernaufgabenmodell für berufsbildende Schulen in Niedersachsen ein landesweit einheitlicher, an EFQM orientierter Entwicklungsrahmen für das schulische Qualitätsmanagement konzipiert.

Der Bezugserlass vom 09.06.2004 verpflichtete die Schulen zunächst in allgemeiner Form, ein auf dem EFQM-Modell basierendes Qualitätsmanagement aufzubauen. Im Rahmen der Analyse des Einführungsprozesses wurde dieser dann mit Erlass vom 14.10.2011 ergänzt und das EFQM-Modell für die Strukturen und speziellen Erfordernisse der berufsbildenden Schulen adaptiert.

Für alle berufsbildenden Schulen sind damit die folgenden Qualitätsbereiche verbindlich vorgegeben:

  • Schule leiten
  • Schule entwickeln
  • Personal führen
  • Ressourcen verwalten
  • Kooperationen entwickeln
  • Bildungsangebote gestalten
  • Ergebnisse und Erfolge beachten.

Die Schulen sind gehalten, prozesshafte Ausgestaltungen der Arbeit an den Kernaufgaben zu entwickeln, wobei der Qualitätsbereich „Bildungsangebote gestalten“ zunächst im Fokus steht.
Im Rahmen der Evaluation (insbes. Schulinspektion) und Beratung und Unterstützung (insbes. QM-Prozessbegleitung) wird dieser Qualitätsprozess über die Schulbehörden intensiv begleitet.1

Kernaufgabenmodell_Übersicht 2.02
QM_prozess_05_2015_S1
QM_prozess_05_2015_S2

 http://www.mk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=1914&article_id=5817&_psmand=8 (Zugriff vom 06.03.2015)