Kultureller Austausch und Projektarbeit – in Südspanien


Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und für die Bildung engagierte Personen aus insgesamt vier Ländern (Dänemark (Aalborg), Griechenland (Axos), Spanien (Cádiz) und Deutschland) haben sich für eine Woche in Cádiz für ein gemeinsames Erasmus-Projekt zusammengefunden um den europäischen Gedanken in die Tat umzusetzen. Der Aufenthalt in Spanien war nach dem gemeinsamen Treffen in Goslar die zweite Station des Erasmus geförderten KA210-Projektes. Im Folgenden ein Reisebericht und Stimmen der Teilnehmenden.

Cádiz, 8. bis 14. Februar 2026 – ein Reisebericht

Sonntag: Am ersten Tag unseres Austausches flogen wir mit einem Zwischenstopp in Zürich nach Sevilla. Am Flughafen in Sevilla holten uns unsere Gastfamilien ab. Nach der Zeit in Goslar war es ein herzliches Wiedersehen. Am Abend aßen wir noch ein typisch spanisches Gericht.

Montag: Am zweiten Tag besuchten wir die Schule unserer Austauschpartner, dabei konnten wir erste Eindrücke vom spanischen Schulleben sammeln. Wir arbeiteten an dem Projekt „Action Kids“. Am Nachmittag fuhren wir in ein großes Einkaufzentrum und spielten eine Runde Bowling.

Dienstag: Für das Projekt erstellten wir am dritten Tag Merchandising Artikel. Wir nutzten künstliche Intelligenz, um eigene Videos für das Projekt zu erstellen. Einige Schülerinnen und Schüler generierten zusätzlich Bilder mit KI. Wir konnten dabei neue Funktionen kennenlernen und unser Wissen im Umgang mit digitalen Medien erweitern. Wie an den Tagen zuvor wurden alle Ergebnisse am Ende hochgeladen und dokumentiert. Nach dem Unterricht fuhren wir mit dem Bus nach Cádiz. Dort besuchten wir zunächst das Museo del Carnaval de Cádiz, wo wir mehr über die Tradition des Karnevals in der Stadt erfuhren. Anschließend besichtigten wir Yacimiento Arqueológico Gadir, eine archäologische Ausgrabungsstätte mit Überresten aus phönizischer Zeit.

Mittwoch: Am Mittwoch fuhren wir mit dem Bus nach Sevilla. Wir besuchten die Plaza de España. Dieser riesige Innenhof mit einem Springbrunnen, das prunkvolle Gebäude mit Denkmälern für jede Provinz Spaniens war sehr beeindruckend. Unser nächster Stopp war der Palast „Alcázar“. Der Palast ist riesig und sehr sehenswert. Außerdem besitzt der Palast viele schöne Gärten. Den restlichen Tag durften wir allein gestalten. Einige gingen shoppen, andere guckten sich Sevilla auf eigene Faust an. Den Abend ließen wir in unseren Gastfamilien ausklingen.

Donnerstag: Der fünfte Tag unseres Aufenthaltes startete um 8:00 Uhr in der Schule. Dort durften wir unserer Kreativität freien Lauf lassen. Wir gestalteten eigene Anstecker und Jute-Beutel zum Thema „Action Kids“ und „Erasmus+“. Später fuhren wir zur Universität Cádiz, wo Thomas Fedder, der Gründer von „Action Kids“ einen Vortrag über die Gründungsidee und Hintergründe von „Action Kids“ hielt. Anschließend aßen wir alle zusammen in der Mensa. Am Nachmittag hatten wir Freizeit. Einige fuhren in die Stadt, während andere Fußball spielten.

Freitag: Am letzten Tag unseres Aufenthaltes besuchten wir einen Kindergarten und testeten und filmten das „Action Kids“ Programm. Abends gingen wir alle zusammen essen, um den letzten Abend ausklingen zu lassen.

Samstag: Nach einer Woche mit vielen tollen Ergebnissen fuhren wir um 9:00 Uhr zum Flughafen nach Sevilla und flogen über Frankfurt zurück nach Hannover.

Stimmen der Teilnehmenden

„Die Zeit in meiner Gastfamilie hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt und wurde wie ein eigenes Familienmitglied aufgenommen. Das Essen war jeden Tag frisch zubereitet und sehr lecker. Am Ende fiel mir der Abschied schwer, da mir die Familie sehr ans Herz gewachsen und mir keine Wahl ließ als sie zu vermissen.“ (Anjwan)

„Besonders spannend war es, den Alltag in einer spanischen Familie kennenzulernen, da vieles anders ist als in Deutschland, zum Beispiel die Essenszeiten oder der Tagesablauf. Wir haben viel zusammen gemacht und uns gut verstanden, auch wenn es manchmal kleine Sprachprobleme gab. Insgesamt war es eine großartige Erfahrung, die mir geholfen hat, die spanische Kultur besser kennenzulernen.“ (Jeremias)

„Ich habe mich von Anhieb sehr gut mit meiner Austauschschülerin verstanden. Wir konnten gut miteinander kommunizieren und selbst wenn unser Englisch einmal nicht ausreichte, haben wir es geschafft miteinander zu reden und uns klarzumachen, was wir uns erzählen wollten.“ Mir hat der Austausch sehr gut gefallen und auch sehr gutgetan. Es immer eine Herausforderung zu fremden Menschen in ein fremdes Land zu fliegen, aber es war ein sehr positives Erlebnis, welches ich immer wieder erneut erleben wollen würde.“ (Marie)

„Die Arbeit am Projekt „Action Kids“ hat mir sehr viel Freude bereitet. Es ist schön zu sehen, wie ein Produkt entsteht und sich entwickelt, wenn man weiß, dass man ein Teil davon ist. Das macht einen wirklich stolz. Ich hatte vorher einige Bedenken bezüglich der Sprachbarrieren. Jetzt kann ich sagen, dass diese Bedenken total überflüssig waren. Ich habe so tolle Erfahrungen gesammelt, die mir keiner mehr nehmen kann. Ich kann jedem ans Herz legen, an einem Schüleraustausch teilzunehmen. Diese Erfahrungen muss man definitiv mitnehmen!“ (Laura)